Mogelpackung

Grün-linke Ratskoalition reduziert ÖPNV-Angebot und spricht von Attraktivitätssteigerung

18.06.2022, 15:32 Uhr

Gerade Grüne, SPD, Linke und Volt im Stadtrat sprechen immer von Ausweitung und Attraktivitätssteigerung des ÖPNV-Angebots. „Doch jetzt, wo es darauf ankommt, die Maßnahmen aus dem ehemaligen Lead-City-Förderprogramm dauerhaft zu übernehmen, setzen diese Fraktionen den spitzen Rotstift an und verkaufen das auch noch als Stärkung des ÖPNVs – das ist einfach nur dreist“, ärgerte sich CDU-Ratsfraktionsvorsitzender Guido Déus MdL nach der letzten Ratssitzung am 9. Juni. 

 
 

Bislang hat die grün-linke Ratskoalition den Antrag der CDU auf vollständige Übernahme der ausgelaufenen Lead-City-Maßnahmen zur Angebotsaufweitung und Stärkung des ÖPNVs in Bonn abgelehnt. Erst nach der von der Verwaltung nun vorgelegten Evaluation und Empfehlung zur Fortführung der Maßnahmen, lässt sich die Koalition zu einem Beschluss herab, legt aber mit einem eiligst gestrickten Änderungsantrag den spitzen Rotstift an. 
 
„DIE GRÜN-LINKE Ratskoalition reduziert das Angebot und verkauft das auch noch frech als Attraktivitätssteigerung, weil sie es mit dem Angebot vor Beginn des Lead-City-Programms vergleicht. Das ist schlicht unredlich“, so Déus. 
 
So setzten die Koalitionäre beispielsweise gerade bei der von der Verwaltung empfohlenen Taktverdichtung an Sonntagen ab 9:30 Uhr auf den Hauptverkehrslinien aufgrund des Freizeitverhaltens der Fahrgäste den spitzen Rotstift an. Ebenso reduzieren sie das Angebot auf der Linie 63, trotz der erheblichen Einschränkungen im DB-Fahrplan durch Baumaßnahmen.
 
„Es braucht Taktverdichtungen und reale Verbesserungen des ÖPNV, um die Menschen zum Umstieg vom Auto weg auf den ÖPNV zu bewegen. Wer eine Verkehrswende zugunsten des Klimaschutzes ernsthaft möchte, muss den ÖPNV verbessern und gleichzeitig günstiger für den Nutzer machen. Mit dem Beschluss der grün-linken Ratsmehrheit geschieht leider gerade das Gegenteil“, so Déus abschließend.