OB lässt erst auf massiven Druck der CDU-Ratsfraktion und der Bonner Wirtschaft „Click&Meet“-Möglichkeit ab Montag zu

14.05.2021, 14:54 Uhr

Entgegen ihrer noch am Mittwochabend, 12. Mai, in einer auf Druck der CDU-Fraktion eilends einberufenen Fraktionsvorsitzendenkonferenz und in einer Pressemitteilung veröffentlichten Absicht, kurzfristig noch kein „click&meet“ in Bonn zuzulassen, ist OB Dörner nun eingeknickt.

„Erst auf massiven Druck der CDU-Ratsfraktion und der Bonner Wirtschaft, die ausweislich eines Schreibens der IHK die Oberbürgermeisterin dazu aufgefordert hatte, hat sie ihre ursprüngliche Strategie geändert. Die Oberbürgermeisterin wollte zunächst, erst am Dienstag, 18. Mai, Gespräche mit Wirtschaft und Einzelhandel führen und vorläufig noch nicht die nach der Bundesnotbremse mögliche Öffnung „click&meet“ unter Vorlage aktueller Testergebnisse erlauben“, reagierte CDU-Ratsfraktionsvorsitzender Guido Déus MdL überrascht, aber auch zufrieden auf die plötzliche Kehrtwende der Oberbürgermeisterin.

Denn offenbar war diese für den durch die Pandemie geschwächten Bonner Einzelhandel so dringlich erwartete Öffnungsperspektive erst nach massivem Druck von CDU-Fraktion und der Wirtschaft möglich. „Wir hoffen nach dieser Einsicht, dass auch die seit Monaten von der CDU-Fraktion geforderte Nachverfolgungs-App nun realisiert wird sowie Öffnungsperspektiven für die Gastronomie bei weiter fallender Inzidenz rechtzeitig und unter Einbindung aller relevanten Akteure erfolgen“, so Déus, der auch Landtagsabgeordneter in Düsseldorf ist.

Gemäß der sogenannten „Bundesnotbremse“ wird bei Vorliegen eines Inzidenzwertes unter 150 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen die Öffnung des Einzelhandels unter den Voraussetzungen von „click&meet&test“ möglich. In Bonn lag dieser Wert in den vergangenen fünf Tagen deutlich darunter.

Guido Déus: „Schon jetzt gilt es sich auf weitere Öffnungsschritte vorzubereiten, da in etwa zu Pfingsten auch der maßgebliche Inzidenzwert von 100 für fünf Tage unterschritten sein dürfte und somit die Außengastronomie und weitere Öffnungsschritte - gemäß den Entscheidungen des Landes von vorgestern – möglich werden.  Hoffentlich ist für die hierfür erforderlichen kommunalen Vorarbeiten nicht wieder ein solcher Druck erforderlich, sondern Einsicht und Engagement zu spüren“.