Aus Fehlern lernen – Opern-Neubau prüfen!

26.05.2021, 12:00 Uhr

  Für die Bundesstadt Bonn sind eine Oper sowie ein Schauspielhaus Grundpfeiler des kulturellen Zusammenlebens. Die Kultur ist ein wichtiges Profilmerkmal in der Beethovenstadt, welches erhalten, aber auch zukunftsfest gemacht werden muss.

 
Im Zentrum steht daher die Frage, ob Oper saniert werden soll, oder ob ein Neubau eine bessere Variante wäre.
 
„Basierend auf den Erfahrungen rund um die Sanierung der Beethovenhalle ist die Einschätzung naheliegend, dass man künftig Sanierung und Neubau intensiv prüft und mit belastbarem Zahlenmaterial gegenüberstellen sollte“, erklärt Guido Déus, Vorsitzender der CDU-Fraktion.

„Als kulturpolitischer Sprecher lehne ich einen pauschalen Blindflug ab. Wir sind es der Bonner Bevölkerung schuldig auch aus Fehlern zu lernen“, erläutert Jansen.
 
Sowohl Neubau, als auch Sanierung bringen Vorteile und Nachteile mit sich. Wichtig ist, dass man diese im Vorfeld kennt und anhand gesicherter, aktualisierter und vor allem plausibilisierter Zahlen eine richtungsweisende Entscheidung trifft.
 
Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bonn plädiert daher dafür, für diese wichtige Zukunftsfrage zügig eine seriöse Entscheidungsgrundlage zu schaffen. „Die Erfahrung mit der Sanierung der Beethovenhalle zeigt, dass eine Sanierungsentscheidung auf einer guten Planung fußen muss. Eine Wiederholung eines Bau-Desasters wie bei der Beethovenhalle können und dürfen wir uns im Sinne der Bonner Bürgerinnen und Bürger nicht leisten“, so Déus weiter.
 
Mit dem jetzt vorgelegten Antrag möchte man die Verwaltung beauftragen, für die Grundsatzentscheidung Neubau oder Sanierung eine Grundlage zu schaffen. Die CDU-Fraktion schlägt vor, die Analysen des Actori-Gutachtens durch vertiefende Untersuchungen mit Blick auf Kosten und Baurisiken zu konkretisieren. Die Verwaltung soll die folgenden Szenarien auf ihre Umsetzbarkeit prüfen und Vor- und Nachteile der Sanierung im Bestand bei laufendem Betrieb gegenüberstellen:
  1. Sanierung des Operngebäudes bei gleichzeitiger Fortführung des Spielbetriebs auf einer Interimsspielstätte,
  2. Neubau des Operngebäudes am jetzigen Opernstandort oder auf der Grün- und Parkfläche vor der Beethovenhalle oder
  3. Schaffung eines Beethovencampus mit Opernneubau an der Beethovenhalle und zusätzlichem Education-Angebot und weiteren öffentlich nutzbaren Räumen.
Klar ist für uns bei allen Szenarien, dass auch die Sanierung des Schauspielhauses zügig angegangen werden muss und dieses weiterhin als Hauptspielstädte des städtischen Theaters in Bad Godesberg verbleibt.
 
„Wir möchten nicht ohne näheres Wissen dem von der grünen Linkskoalition im Koalitionsvertrag vereinbarten Weg einer Sanierung des Operngebäudes im laufenden Betrieb folgen. Wer zum jetzigen Zeitpunkt auf der aktuell verfügbaren Datenlage eine solche Entscheidung trifft, riskiert möglicherweise ein zweites Beethovenhallen-Desaster“, appelliert Jansen abschließend.