CDU-Ratsfraktion Bonn

CDU setzt sich für eine starke und zukunftsfähige OGSplus an Förderschulen ein

Die offene Ganztagsschule (OGS) ist ein zentrales Element der Bildungs- und Familienpolitik in Bonn. Sie ermöglicht nicht nur eine verlässliche Betreuung der Kinder über den Unterricht hinaus, sondern unterstützt sie auch gezielt in ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung.

Die CDU-Ratsfraktion hat sich im Rahmen der Beratungen zur Neuausrichtung von OGSplus an Förderschulen intensiv mit den vorliegenden Modellen auseinandergesetzt und sich bewusst für die aus pädagogischer Sicht beste Variante 3 entschieden.

OGS ist ein Garant für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

„Eine funktionierende OGS ist ein entscheidender Garant für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder nicht nur betreut, sondern auch qualitativ hochwertig gefördert werden. Besonders für Familien mit Kindern an Förderschulen ist ein verlässliches Ganztagsangebot essenziell, da diese Kinder oft einen höheren individuellen Förderbedarf haben“, so Feyza Yildiz, Jugendpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion Bonn.

Aktuell ist die Versorgung mit OGS-Plätzen an den Förderschulen in Bonn jedoch unzureichend. Während an den Grundschulen bereits eine OGS-Quote von 78 % erreicht wurde, liegt diese an den Förderschulen mit 30 % deutlich darunter. Die CDU sieht hier dringenden Handlungsbedarf und setzt sich dafür ein, dass mehr Kinder von diesem wichtigen Bildungs- und Betreuungsangebot profitieren können. Mit dem jetzt gefassten Beschluss können unabhängig von der Variante 50 weitere Plätze geschaffen werden.


Koalition und Oberbürgermeisterin stellen sich selbst ein Armutszeugnis aus

Trotz der offensichtlichen Notwendigkeit einer besseren Ausstattung der OGS an Förderschulen folgt die grün-linke Ratskoalition gemeinsam mit ihrer Oberbürgermeisterin lediglich Modell 1 – der kostengünstigsten, aber qualitativ schwächsten Variante.

„Das ist ein eklatanter Widerspruch zu ihrem eigenen Anspruch, Bonn als "kinderfreundliche Kommune" zu positionieren. Wer sich diesen Titel gibt, aber gleichzeitig an der Betreuung und Förderung der Kinder spart, die es am dringendsten brauchen, handelt unglaubwürdig. Eine kinderfreundliche Stadt zeichnet sich nicht durch schöne Worte aus, sondern durch konkrete Taten – und dazu gehört eine hochwertige OGS-Betreuung für alle Kinder, insbesondere für diejenigen mit besonderen Bedürfnissen“, ärgert sich Feyza Yildiz.

Qualität und Verlässlichkeit haben für uns oberste Priorität

Ein Ganztagsangebot ist nur dann erfolgreich, wenn es nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ überzeugt. Gerade bei Förderschulen sind die Anforderungen an die Betreuung hoch. Das bedeutet, dass Fachkräfte mit den entsprechenden Qualifikationen eingesetzt werden müssen und ausreichend Zeit haben, um die Kinder gezielt zu fördern.

Die CDU unterstützt daher die Umsetzung von Modell 3, da es als einziges Modell eine durchgängige Doppelbesetzung während der gesamten Betreuungszeit sicherstellt. Dies hat klare Vorteile:

  1. Bessere Förderung der Kinder: Durch die konstante Anwesenheit von zwei Fachkräften kann individueller auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen werden.
  2. Mehr Zeit für Elternarbeit und Absprachen mit Lehrkräften: Dieses Modell bietet zusätzlich Zeit für Elternabende, Beratungsgespräche und die Zusammenarbeit mit den Schulen, was entscheidend für eine gute Betreuung ist.
  3. Optimale Organisation: Das Modell ermöglicht eine bessere Strukturierung des Tagesablaufs und sorgt dafür, dass auch in Randzeiten eine Fachkraft vor Ort ist.

Die Erfahrungen aus den Regelgrundschulen zeigen, dass eine qualitativ hochwertige Betreuung zu besseren Lern- und Entwicklungsergebnissen führt. Gerade für Kinder mit besonderen Bedürfnissen ist eine verlässliche Betreuung auf hohem Niveau unverzichtbar.

Neue Prioritäten im Haushalt setzen – für die Kinder unserer Stadt

Die Verwaltung hat in ihrer Vorlage betont, dass aus pädagogischer Sicht Modell 3 die beste Variante darstellt. Trotzdem hält die Koalition an einer Sparversion fest.

„Wir sind überzeugt, dass eine hochwertige Bildung und Betreuung keine Frage der Finanzierbarkeit sein darf, sondern eine Frage der Prioritätensetzung. Wir setzen uns deshalb im Haushalt für eine Umschichtung der Mittel ein, um die Finanzierung von sicherzustellen. Es kann nicht sein, dass Kinder an Förderschulen mit einer schlechteren Betreuung abgespeist werden, weil die Ratskoalition an anderer Stelle falsche Schwerpunkte setzt. Wir fordern, dass in der Haushaltspolitik die Zukunft unserer Kinder Vorrang hat. Jedes Kind verdient die bestmögliche Förderung.“, so Feyza Yildiz.